Tour mit Mädels Juli 2012

Natürlich hörte der kurze Sommer genau an dem Tag auf, an dem es losgehen sollte. Der Blick aus dem Fenster verhieß nichts Gutes und die Wettervorhersage am Abend davor war auch nicht geeignet, für Begeisterung zu sorgen: Regen, Gewitter und sogar Hagel waren angesagt! „Hoffentlich geht das mal gut!“, dachten wir Tourguides. Es nützte ja nichts, also rein in die Mopedklamotten und ab dafür!

Trotz des unfreundlichen Ausblicks fanden sich doch einige Wagemutige morgens um 09.00 Uhr am vereinbarten Treffpunkt, der Boxer-Schmiede in Barrenstein ein. Uli und sein Team hatten freundlicherweise schon für genügend Kaffee und Tee zum Aufwärmen gesorgt und die Mopeds wurden natürlich ebenfalls kurz durchgecheckt. Sicherheit geht schließlich vor. Danke dafür!
Abschrecken ließen sich nicht: Claudia, Petra, Birgitt, Gudrun + Sabine und Marcelo als Tourguides, also insgesamt eine überschaubare kleine Gruppe. Von Sabine gab es erstmal einige Tips zur Steigerung der Konzentration beim Motorradfahren und die Gruppe lernte sich schnell kennen. Die ursprünglich geplante Route zum Niederrhein haben wir Tourguides aus den oben genannten Wettergründen nicht gewählt, aber es gab eine schöne Alternativroute.
Pünktlich um 09.30 Uhr verließen wir den Hof und fuhren Richtung Neurath, dann an Gustorf vorbei Richtung Jüchen. Erstmal warmfahren. Weiter ging es auf kleinen Nebenstrassen durch die Ortschaften Kelzenberg, Wey, Neuenhoven, Rath, Aldenhoven und Busch. Einige unserer Teilnehmer fühlten sich hier mehr oder weniger heimisch.

Nun aber genug der Einleitung, die Reifen und die Fahrerinnen waren angewärmt. Wir schlugen eine neue Richtung ein und fuhren in Üdesheim auf die A46. Schließlich wollten wir doch mal andere Gefilde unter die Räder nehmen. Das Gruppenfahren klappte immer besser. Das versetzte Fahren ist ja auch nicht jedermanns Sache aber hier war es von Anfang an kein Problem. Ein Tourguide vorne (Marcelo) und einer hinten (Sabine) und dazwischen die Gruppe.
Nach der kurzen Autobahn-Etappe sind wir an der Ausfahrt Haan-West runter von der Bahn (Bahnfahren ist ja soooo laaaangweilig, aber es waren ja zum Glück nur wenige Kilometer.)
Wir hielten uns Richtung Süden durch Haan und kamen über kleine Nebenstraßen an der Wipper an. Dort Richtung Osten ein kurzes Stück an der Wipperaue entlang, wunderschöne Gegend und das Ganze gekrönt mit kleinsten Sträßchen…herrlich! Doch trotzdem trennten wir uns von diesem Flüsschen, wenn auch nur kurzzeitig. Am Landhaus WUPPERHOF trafen wir wieder zusammen. Leider hatte das Landhaus nicht geöffnet, aber die Wirtin hat uns netterweise gefragt, „ob sie uns denn was Gutes auf die schnelle tun kann“. Das findet man auch nicht alle Tage, wir haben uns jedenfalls gefreut, dort eine kurze Rast einlegen zu können. Weil das wirklich eine nette Geste war, erwähnen wir hier den Link:
www.landhaus-wupperhof.de
Aber unser erstes grösseres Ziel war nicht mehr weit entfernt: Schloss Burg -das Herz des Bergischen Landes- ist eine der größten wiederhergestellten Burganlagen Westdeutschlands. Adel und Rittertum, die im Mittelalter herrschende Schicht, waren die Bauherren der Burgen. Schloss Burg verdankt seine Entstehung den Grafen von Berg. Wir allerdings interessierten uns heute eher für die kulinarische Seite, also ab ins nächste Kaffee und aufwärmen. Bei leckerem Kaffee, Latte Machiatto und Kakao mit Sahne lässt es sich gut aushalten.

Es war mittlerweile schon 13.00 Uhr und wir hatten noch was vor. Deswegen zog es uns doch irgendwann weiter in Richtung unseres nächsten Zieles, das Gastschiff Thetis, dazu gleich mehr. Wir entschieden uns dafür, die ganz kleinen Strassen wegzulassen und schlugen einen Weg Richtung Nordwesten ein durch Solingen, Gruiten und Mettmann. Wenn man denkt, man kennt diese kleinen „langweiligen“ Städte und Dörfer, dann muss man einfach mal durch die Nebenstrassen fahren und die Hauptstrassen meiden. Da stehen ein paar echt schicke und nette Häuser! Es ist auf jeden Fall eine Fahrt wert.
Vorbei an Homberg und durch Heiligenhaus, Richtung Essen Kettwig durch schöne kleine Waldstücke geht es hoch zum Kettwiger Stausee. Dort befindet sich Detlef Horch´s „GASTSCHIFF THETIS“.

1956 warf das Gastschiff Thetis seinen Anker auf dem Kettwiger Stausee. Seitdem versorgt Familie Horch Besucher des idyllischen Städtchens an der Ruhr mit Hausmanns-kost von Sülze mit Bratkartoffeln bis Schnitzel. Spezialität: der garantiert hausgemachte Kuchen bei bestem Blick auf den Fluss. Ein Gedicht!
Wir ließen uns nicht lumpen und machten dort unsere späte Mittagspause. Es war schließlich schon fast 15.00 Uhr und uns allen hing der Magen auf den Knien. Ein Besuch dieses Gastschiffes ist immer ein Erlebnis, die Bedienung ist normal und supernett, die Preise liegen im normalen Rahmen. Und wie gesagt…der Kuchen…..mmmmhhhhh.
Nachdem wir uns gestärkt hatten, war es an der Zeit die Lebensgeister zu wecken. Das ist Sabine´s Spezialgebiet. Mit viel Spaß und Elan haben die Mädels angeleitet durch Sabine einige Lockerungsübungen für die mittlerweile etwas steifen und verkrampften Muskeln gemacht. Dem anderen Tourguide blieb immerhin die ehrenvolle Aufgabe, Fotos für die Nachwelt zu machen.
So gestärkt und aufgelockert ging es auf zur letzten Runde. Zuerst geht es westwärts Richtung „Esel“, das sind die einzigen beiden echten Serpentinen in Essen, anschließend durch schöne Wälder Richtung Lintorf und Angermund. Dort sind wir dann auf die B8n Richtung Düsseldorf/Rheinufer. Der Rest ist schnell erzählt, durch den Rheinufertunnel und über die Kardinal-Frings-Brücke (was war das noch einfach, als man einfach „Südbrücke“ sagen konnte). Ausfahrt Neuss / Norf raus und dann ab Richtung Boxer-Schmiede.
So gegen 18.00 Uhr waren dann alle wohlbehalten und glücklich wieder zurück. Bleibt noch anzumerken, dass es allen gefallen hat und auch wir Tourguides hatten sehr viel Spaß mit dieser Gruppe. Und das Wetter? Der versprochene Hagel und auch die angesagten Gewitter hatten wohl ein Einsehen, jedenfalls haben wir bis auf ein paar kleine Tröpfchen vom schlechten Wetter nichts mitgekriegt. Die Moral von der Geschichte? Lass Dich nicht davon abbringen, wenn es wieder mal heisst, die Welt geht unter….

Wir jedenfalls freuen uns sehr auf die nächste Frauentour, egal wie das Wetter angesagt wird.
Der Termin ist: Samstag, 11.08.2012, 09.00 Uhr an der Boxer-Schmiede

Bis bald.
Eure Tourguides.

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Sabine Bianco
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